Flensburg: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG „Feind ist, wer anders denkt“

Wanderausstellung über die Staatssicherheit der DDR kommt nach Flensburg

Die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) über die Staatssicherheit der DDR „Feind ist, wer anders denkt“ wird am 1. Oktober 2009 im Rathaus Flensburg eröffnet.

Der stellvertretende Stadtpräsident der Stadt Flensburg, Erich Seifen, und der Leiter der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagen-Behörde, Dr. Helge Heidemeyer, präsentieren sie gemeinsam.

Ort: Rathaus Flensburg, Bürgerhalle
Rathausplatz 1, 24931 Flensburg
Zeit: Donnerstag, 1. Oktober 2009, 18 Uhr

Grußwort: Erich Seifen, Stellvertretender Stadtpräsident der Stadt Flensburg
Vortrag: Dr. Helge Heidemeyer, Leiter der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagen-Behörde

Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die Ausstellung.

Foto: Willi Schewski – www.fotopresse-nord.de

„Feind ist, wer anders denkt“ − so heißt die neue Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen. Sie richtet sich vor allem an die Bürgerinnen und Bürger in den alten Bundesländern und wurde im letzten Jahr in Hamburg zum Tag der Deutschen Einheit erstmals präsentiert. Nachdem die Ausstellung bereits in einigen Landeshauptstädten gezeigt wurde, kann sie nun vom 1. bis zum 16. Oktober 2009 in Flensburg besucht werden.

Sie stößt´auf durchgängig hohe Resonanz und großes Interesse, was sich in den Besucherzahlen widerspiegelt. Mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher haben sie schon gesehen.

HAUSANSCHRIFT Karl-Liebknecht-Straße 31/33, 10178 Berlin
POSTANSCHRIFT 10106 Berlin
TEL (030) 2324 – 7171
FAX (030) 2324 – 7179
INTERNET www.bstu.de

Die Wanderausstellung dokumentiert die Entstehung, Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie das MfS als „Schild und Schwert der Partei“ die Macht der Staatspartei SED sicherte: etwa durch Überwachung der eigenen Bevölkerung, Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Der Feind guckt mit!
Foto: Willi Schewski – www.fotopresse-nord.de

Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht auf die Darstellung des Täterapparates.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schicksal der Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Denn Lebensweisen, die von der Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin entsprachen, galten als „staatsfeindlich“ und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der geheimpolizeilichen Verfolgung verdeutlicht.

Besuchszeiten
Vom 2. bis zum 16. Oktober 2009, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU stehen für Gespräche und Führungen zur Verfügung.

GRUPPENFÜHRUNGEN nach Anmeldung, Tel.: 0461 85-2100.

Begleitprogramm
Dienstag, 6. Oktober 2009, 19 Uhr
Der Staatssicherheitsdienst der DDR – wie er die Bürger überwachte VORTRAG UND DISKUSSION mit Harald Both, BStU WEITERBILDUNGSSEMINAR FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER

8. Oktober 2009, 14.30 – 18 Uhr, Ort: Flensburg, Volkshochschule, Flensburg Galerie.
Referent: Dr. Hans-Peter Löhn, Dozent für politische Bildung bei der BStU. Anmeldung über die Volkshochschule Flensburg, Herrn Helmut Claas, Tel.: 0461 85-2168 oder per E-Mail an volkshochschule@flensburg.de.

Steffen Mayer, Pressesprecher
Weitere Informationen zu Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009 finden Sie unter www.FriedlicheRevolution.de.

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