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„Als sei nicht gewesen … „ Rezension zum Buch der Menschrechtskämpferin und Autorin Franziska Kelly

„Wenn ich die knallharte Realität beschreiben würde (das tue ich lieber in meinen Sachbüchern), dann würden die Leute schreiend davon laufen“ Franziska Kelly

Flensburg, 21.10.2009 (ws) – Eine „goldene Schreibregel“ besagt, dass ein Autor nur über Themen schreiben sollte, in denen er sich auskennst. Franziska Kelly kennt sich hervorragend in ihrem Thema aus, und ihr Thema heißt Menschenrechtsverletzungen.

Kelly arbeitet als Dipl.-Psychologin und Menschrechtskämpferin, sie engagiert sich für Gerechtigkeit, kämpft für Opfer von Gewalttaten. Franziska Kelly schreibt Fach- und Sachbücher, publiziert wissenschaftliche Artikel und hält Vorträge. Und das seit über zwanzig Jahre.

Weiterführender Artikel im Blog

Aber warum sollte Franziska Kelly Krimis schreiben, in denen Gewalt dargestellt wird? In ihrem neuesten Buch kommen Verbrechen wie Vergewaltigung, Kinder’pornografie’ im Internet, zur Sprache. Sie engagiert sich aber für Gewalt-freiheit? Wie passt das zusammen?

Das hätte, wie die Autorin kürzlich in einem Interview sagte, zwei Gründe. Zum einem sei sie durch ihre Arbeit ständig mit Verbrechen und Leid konfrontiert. In der Regel schwerste Kriminalität. Gegen Wehrlose. Das würde sie prägen. Sie bräuchte ein Ventil, und Krimischreiben sei für sie „Psychohygiene“.

Zum Anderen glaubt Kelly durch das Krimischreiben andere Zielgruppen finden zu können. Sie denkt, ihre Themen „glaubhafter“ – besser: transportabler – zu machen und hoffe, die Leser/innen würden eventuell sogar „aufwecken“. Wichtig sei ihr die Leser zu unterhalten: Sie schreibe gerne Krimis, die frech und flott daher kämen. Kelly liebe es Menschen zum Lachen zu bringen. Und das täte sie ganz bewusst:

„Wenn ich die knallharte Realität beschreiben würde (das tue ich lieber in meinen Sachbüchern), dann würden die Leute schreiend davon laufen“. In vielen ihrer Krimis gäbe es aber viel zum Lachen und Schmunzeln, in anderen wiederum Stoff zum Nachdenken. Ihre Leser würden diese Form des Transportierens von Gewaltthemen angenehmer empfinden.

Auch in ihrem neuesten Buch „Als sei nicht gewesen … „ transportiert Franziska Kelly Kriminalstorys und Thriller. 13 Verbrechen kommen in diesem, dichterisch verpackt, zu Sprache. Es geht um Vergewaltigung, Kinder’pornografie’ im Internet, Bankraub, Entführung, Geiselnahme, ’häusliche’ Gewalt, Erbschleicherei, Inzest und sogar Snuff-Videos.

Das Ganze kleidet sie teils in amüsante klingende Umschreibungen, teils in schwarzen Humor oder wirft auch mal die eine oder andere Prise Zynismus mit ins Buchstabengebüsch.

Kelly führt die Protagonistinnen spielerisch-souverän durch die Geschichten und füttert sie Stück für Stück mit Spannung. Am Ende wartet sie auch mal mit einem überraschenden Plot auf.
Ihr Schreibstil ist einfach und fließend und man huscht flott durchs Buch ohne nebenbei in einem Fremdwörterlexikon blättern zu müssen.

Kelly nimmt Stellung für ihre Figuren: Verliererinnen avancieren zu gefühlten, sympathischen Siegern, auch wenn sie teils schwerstes Unrecht getan haben. Kelly paart ihre Fachkenntnis mit Fantasie, man kann in ihrem Geschichten herauslesen, worum es in ihr geht: Sie versucht Ursachen und Wirkung von Gewalt/erfahrungen, schweren Menschenrechtsverletzungen zu erläutern, Handlungen zu ihrer Firguren zu erklären/verstehen. Man spürt die gewaltige Realität, die hinter den frei erfundenen Geschichten steckt, und man kann sich ausmalen wie es „in echt“ aussehen könnte.

Ob der Transport des großen Themas der Franziska Kelly durch diese 13 Storys gelingt, bleibt abzuwarten; lese- und empfehlenswert sind die allemal. Und was am Ende über alles steht, ist dieses: Sie regen dazu an, sich mehr mit dem Thema, in dem sich die Autorin gut auskennt, zu beschäftigen: Menschenrechtsverletzungen; und diese geschehen tagtäglich und weltweit, und dagegen kämpft Franziska Kelly. http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/

Text: Willi Schewski
Quelle: rp-online

Links mit weiterführenden Informationen:
Bücher, die die Welt jetzt braucht: Franziska Kelly – “Als sei …http://www.gluehwurm-online.de/
http://www.franziska-kelly.de/
http://www.gerstendoerfer.de/

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E-Petition: „Traumaaufruf“ Forderung nach besserer medizinischer Behandlung von Trauma-Betroffenen nach sexuellem Missbrauch

Pressemitteilung Berlin, 01.10.2009

E-Petition Traumaaufruf
A better help for Trauma
von Christina Rößler

Christina Rößler

Foto: (c) Christina Rößler

In einer E-Petition „Traumaaufruf“ fordert Christina Rößler eine bessere medizinische Behandlung von Trauma-Betroffenen nach sexuellem Missbrauch. Insbesondere wären die Einführung von speziellen Patienten-Modulen im gesamten Gesundheitssystem wie bei Ärzten, Psychologen, Psychiatern, Gutachtern, Krankenkassen, Rententrägern und Versorgungsämtern von Wichtigkeit.

Aus eigener Betroffenheit hat Christina Rößler diese Aktion gestartet und aus jahrelanger Unkenntnis ihrer Ursache mit unerklärlichen gesundheitlichen Beschwerden, den sexuellen Missbrauch, das Schweigen gebrochen. Auch über unsachgemäße Behandlungen würden viele Betroffene über Jahre schweigen, denn ebenso Mediziner könnten Betroffene auf unterschiedlichen Ebenen, wie auf emotionaler, geistiger oder körperlicher Ebene, was ebenso noch immer ein Tabuthema darstellen würde, missbrauchen.

Aus diesem Grund bräuchte es spezielle Richtlinien in Behandlungen, die in diesem Bereich jedoch sehr oft nicht vorhanden seien.

Christina Rößlers Forderungen wären spezielle Patientenmodule für Missbrauchs-Betroffene im gesamten Gesundheitssystem, wie schriftliche Rahmenbelege über die medizinische Aufklärung der Patienten vor jeder Behandlung, die es nicht verpflichtend überall gibt, sowie einen Patientenrechtsvertrag, den es bislang nur mündlich gibt.

Des weiteren fordert Frau Rößler die Kostenübernahme für eine spezielle Trauma-Therapie, die in ambulanten aber auch stationären Behandlungen oft noch nicht gezahlt würde.

Für ihren Aufruf benötigt Frau Rößler noch zahlreiche Unterschriften, die direkt online unter dieser Internetadresse abgegeben werden können: http://www.traumaaufruf.de/petit.html

Christina Rößlers E-Petition wird bereits von Prominenz unterstützt, wie dem Duo Honeymoon in Berlin und Norbert Denef, der sich für die Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch einsetzt.

Weitere Informationen unter http://www.traumaaufruf.de/ sowie http://pressebuero-nord.blog.de/ und http://opferlobby.blog.de/

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Flensburg: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG „Feind ist, wer anders denkt“

Wanderausstellung über die Staatssicherheit der DDR kommt nach Flensburg

Die Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen (BStU) über die Staatssicherheit der DDR „Feind ist, wer anders denkt“ wird am 1. Oktober 2009 im Rathaus Flensburg eröffnet.

Der stellvertretende Stadtpräsident der Stadt Flensburg, Erich Seifen, und der Leiter der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagen-Behörde, Dr. Helge Heidemeyer, präsentieren sie gemeinsam.

Ort: Rathaus Flensburg, Bürgerhalle
Rathausplatz 1, 24931 Flensburg
Zeit: Donnerstag, 1. Oktober 2009, 18 Uhr

Grußwort: Erich Seifen, Stellvertretender Stadtpräsident der Stadt Flensburg
Vortrag: Dr. Helge Heidemeyer, Leiter der Abteilung Bildung und Forschung der Stasi-Unterlagen-Behörde

Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die Ausstellung.

Foto: Willi Schewski – www.fotopresse-nord.de

„Feind ist, wer anders denkt“ − so heißt die neue Wanderausstellung der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen. Sie richtet sich vor allem an die Bürgerinnen und Bürger in den alten Bundesländern und wurde im letzten Jahr in Hamburg zum Tag der Deutschen Einheit erstmals präsentiert. Nachdem die Ausstellung bereits in einigen Landeshauptstädten gezeigt wurde, kann sie nun vom 1. bis zum 16. Oktober 2009 in Flensburg besucht werden.

Sie stößt´auf durchgängig hohe Resonanz und großes Interesse, was sich in den Besucherzahlen widerspiegelt. Mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher haben sie schon gesehen.

HAUSANSCHRIFT Karl-Liebknecht-Straße 31/33, 10178 Berlin
POSTANSCHRIFT 10106 Berlin
TEL (030) 2324 – 7171
FAX (030) 2324 – 7179
INTERNET www.bstu.de

Die Wanderausstellung dokumentiert die Entstehung, Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie das MfS als „Schild und Schwert der Partei“ die Macht der Staatspartei SED sicherte: etwa durch Überwachung der eigenen Bevölkerung, Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Der Feind guckt mit!
Foto: Willi Schewski – www.fotopresse-nord.de

Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht auf die Darstellung des Täterapparates.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Schicksal der Menschen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Denn Lebensweisen, die von der Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin entsprachen, galten als „staatsfeindlich“ und wurden verfolgt. Anhand ausgewählter Biografien werden die oft gravierenden Auswirkungen der geheimpolizeilichen Verfolgung verdeutlicht.

Besuchszeiten
Vom 2. bis zum 16. Oktober 2009, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BStU stehen für Gespräche und Führungen zur Verfügung.

GRUPPENFÜHRUNGEN nach Anmeldung, Tel.: 0461 85-2100.

Begleitprogramm
Dienstag, 6. Oktober 2009, 19 Uhr
Der Staatssicherheitsdienst der DDR – wie er die Bürger überwachte VORTRAG UND DISKUSSION mit Harald Both, BStU WEITERBILDUNGSSEMINAR FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER

8. Oktober 2009, 14.30 – 18 Uhr, Ort: Flensburg, Volkshochschule, Flensburg Galerie.
Referent: Dr. Hans-Peter Löhn, Dozent für politische Bildung bei der BStU. Anmeldung über die Volkshochschule Flensburg, Herrn Helmut Claas, Tel.: 0461 85-2168 oder per E-Mail an volkshochschule@flensburg.de.

Steffen Mayer, Pressesprecher
Weitere Informationen zu Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009 finden Sie unter www.FriedlicheRevolution.de.

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Sexuelle Gewalt | Nobert Denef: „Sollen Opfer schweigen?“ | Offener Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.

von fotopresse-nord

 Sexuelle Gewalt | Offener Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.

Foto: Norbert Denef

Norbert Denef, Opfer von sexueller Gewalt in der Kindheit, Autor, und bekannt in den Medien ( http://norbert.denef.com ), wendet sich in einem offenen Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V., (DPV) in Berlin. Hintergrund war die Weigerung der DPV, Denefs Petition („Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“) zu unterschreiben.

Denefs Petition wurde mittlerweile (04.12.2008) vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages abgelehnt (siehe: http://norbert.denef.com/petition_bundestag ). Daraufhin wandte er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und reichte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland ein. Denef sieht die Bundesrepublik Deutschland in ihrer Verpflichtung zur Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Den genauen Wortlaut der Beschwerde kann man unter folgenden Link einsehen: http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf

Norbert Denef erlaubt der Redaktion, den offenen Brief hier zu veröffentlichen:

Offener Brief an
Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.
Körnerstr. 11
D-10785 Berlin

Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29. Juli 2009 bat ich Sie um Hilfe, mich dabei zu unterstützen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird, s. unten *„Mein Hilferuf“.

Sie haben mir am 4. September 2009 mit nur einem Satz eine Absage erteilt:

„Bezug nehmend auf Ihre unten genannte Anfrage, werden wir als DPV e.V. diese Petition nicht unterzeichnen.“

Als Opfer sexualisierter Gewalt kann ich Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen, denn ich habe geglaubt, dass gerade Sie als Experten Interesse daran haben, das Schweigen zu brechen.

Die Psychoanalyse ist offensichtlich immer „noch“ kein Freund für Gewaltüberlebende. Im Gegenteil. Onkel Freuds Märchenkiste (Verführungstheorie, Ödipuskomplex u.v.m) schadet nach wie vor den Opfern!

Schweigende Therapeuten stärken die Täterlobby – eine Begründung Ihrer Absage würde zum besseren Verständnis beitragen und zudem von Respekt zeugen.

Warum stellen Sie sich nicht den Opfern von Gewalt zur Seite?

Freundliche Grüße

Norbert Denef

*Mein Hilferuf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht wollen Sie als psychoanalytische Vereinigung sich dafür einsetzen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird.

14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben. Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:

http://norbert.denef.com/2008/12/29/deutscher-bundestag-opfer-sollen-schweigen

Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Meine Geschichte ist eine von vielen.
Ich wurde sexuell missbraucht.
Ich habe geschwiegen aus Angst, Scham und Schuldgefühlen.
In der Bundesrepublik Deutschland verjähren sexualisierte Verbrechen.
Dadurch werden die Täter geschützt und die Opfer müssen schweigen.
Ich engagiere mich normalerweise nicht in der Politik,
deshalb brauche ich Ihre Hilfe!
Einige Unanständige machen Druck,
damit die Verjährungsfrist nicht abgeschafft wird.
Falls sie erfolgreich sind, müssen Opfer weiter schweigen.

Jetzt unterschreiben:

http://norbert.denef.com/petition

Bitte unterstützen Sie offiziell meine Beschwerde – Sie helfen damit auch anderen Opfern!

Weitere Informationen über Norbert Denef:
ALLES MUSS RAUS 1/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 2/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 3/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 4/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel

Offener Brief an den „Runden Tisch Heimerziehung in Berlin“. … mehr

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Schweinegrippe: Wie mit Hysterie »Good Business« gemacht wird!

 

von fotopresse-nord Pro

 

Schweinegrippe: »Good Business«?
Michael Grandt

fotopresse nord1

Quelle: Fotopresse Nord

Mit der Schweinegrippe-Hysterie wird viel Geld verdient. Regierungen und Privatunternehmen geben Milliarden für neue Impfstoff-Dosen aus. Doch wer sind die Nutznießer dieser Angst?
Stetig wächst die Sorge über die Auswirkungen der Schweinegrippe. Geschürt von Aussagen sogenannter »Gesundheitsexperten«, Pharmalobbyisten, »Ärzte« und natürlich der Mainstream-Presse werden die Menschen langsam auf die bevorstehende Massenimpfung im Herbst vorbereitet.

Nutznießer der Angst?
Das Ganze ist ohne Zweifel ein Milliarden-Dollar-Geschäft für die Pharmaindustrie. Am meisten profitieren GlaxoSmithKline, Roche, Baxter, Novartis und Sanofi-Aventis von den Verträgen mit den Regierungen für Grippe-Impfstoffe und antivirale Medikamente, so die Financial Times.

GlaxoSmithKline (GSK) bestätigte, dass es 150 Millionen Dosen eines Pandemie-Grippe-Impstoffes in Länder wie Großbritannien, USA, Frankreich und Belgien verkauft hat und die Produktion noch ausweiten wird. Das Unternehmen stellt auch das antivirale Medikament Relenza her, das die Dauer und die Schwere der Infektion verringern soll, und entwickelte für Menschen, die an der vordersten »Gesundheitsfront« arbeiten, eine »Antivirus-Maske«. Allein die Produktion von Relenza soll auf jährlich 60 Millionen Dosen erhöht werden. Großbritannien hat bereits einen Auftrag zur Herrstellung von zehn Millionen Dosen bis Ende des Jahres vergeben.

Das wird vermutlich aber nur der Anfang sein, wenn die Vernunft nicht endlich gegen die Hysterie siegt.
Ein anderer Nutznießer der Angst vor einer Pandemie ist Roche aus der Schweiz, das Tamiflu, das führende antivirale Medikament, verkauft. Das Unternehmen verzeichnet ebenfalls einen starken Anstieg von Aufträgen von Firmen und Regierungen.

Das 49-Milliarden-Dollar-Geschäft weiter


Bücher die Ihnen die Augen öffnen!

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Wenn Therapeuten versagen | Brief einer empörten Patientin

Es kommt nicht selten vor, dass Psychotherapeuten in der Zusammenarbeit mit ihren Klienten bzw. Patienten versagen und Stütze und Parteiname zugunsten des Patienten und ehemaligen (Kindheits-)Opfers verweigern. In der Regel „stecken“ unbewußte Rachegelüste, Machtgehabe und pädagogische Zwänge und „Talente“ hinter dem Verhalten solcher alles andere als hilfreichen Therapeuten.

Es stellt sich die Frage, in wieweit die von den Krankenkassen zugelassenen Psychotherapeuten, die offenbar ihr eigenes Kindheitstrauma nicht oder nur unzureichend verarbeitet haben, geeignet sind, mit Patienten mit traumatischen Kindheitserlebnissen zusammenzuarbeiten. Welche Auswirkungen das Versagen von Therapeuten auf das Leben der ihnen anvertrauten Patienten haben kann, zeigt – exemplarisch – folgender Fall, den die Redaktion der Webseite der Organisation „EMAK“ entnahm. Hier ein Auszug aus dem Brief:

Brief an Therapeuten, Juni 2008
Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind Namen und einige wenige Details verändert.

Sehr geehrter Herr Dr. X.,
vor ca. sieben Jahren war ich ein paar Monate lang bei Ihnen zu einer Gesprächstherapie. Mein damaliger Hausarzt Dr. Y. hatte mir Ihre Adresse vermittelt. Da Sie sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern können, skizziere ich kurz den Hintergrund.

Meine Eltern und meine Schwester hatten mich absichtlich nicht vom bevorstehenden Tod der Mutter informiert, und so erfuhr ich erst durch Dritte von ihrem Tod – schockartig, traumatisierend. Da das Verhältnis zu meiner Herkunftsfamilie ohnehin gestört und schwer belastet war und ich zum damaligen Zeitpunkt den Kontakt abgebrochen hatte, traf mich diese absichtliche Attacke umso mehr. Um diese traumatische Erfahrung zu bearbeiten und aufzulösen war ich zu Ihnen gekommen mit der Bitte um Hilfe und Begleitung.

Obwohl die Gesprächstherapie bei Ihnen keinerlei Veränderung oder gar Besserung brachte, wollte ich damals dennoch annehmen, Sie hätten letztendlich doch versucht, mir zu helfen.

Nun weiß ich, dass Sie mir sehr geschadet haben, und deshalb schreibe ich Ihnen heute diesen Brief. Ich will Sie nicht aus Ihrer Verantwortung entlassen, die Sie damals auf sich nahmen, als Sie mich zur Therapie angenommen hatten. Ich möchte, dass Sie wissen, dass ich Ihr aggressives Verhalten mir gegenüber durchaus als solches wahrgenommen hatte. Es hatte mich getroffen, verwirrt und verletzt, und ich bedauere, dass es mir damals aufgrund meiner Traumatisierung nicht möglich war, angemessen darauf zu reagieren: es zu artikulieren – und dann zu gehen, um mich vor Ihrem schädigenden Einfluss zu schützen.

Es ist eine Empörung in mir zurückgeblieben, der ich nun Ausdruck verleihen will und verleihen kann, um jene Opferrolle, in die Sie mich damals gedrängt hatten, ganz bewusst abzustreifen, hinter mir zu lassen, nämlich bei Ihnen, wo sie entstanden ist.

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Auslandsbestechung | Neuer Transparency-Bericht zeigt international große Unterschiede bei der Verfolgung

Berlin, 23.06.2009 – Die Mehrheit der OECD-Exportnationen versagt bei der aktiven Verfolgung der Auslandsbestechung. Nach einem Bericht der internationalen Antikorruptionsorganisation Transparency International, der heute vorgestellt wurde, sind Deutschland, Norwegen, die Schweiz und die USA die einzigen Länder weltweit, in denen eine aktive Verfolgung stattfindet.

Zu den wenig aktiven Ländern gehören Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan. Kaum oder keine Verfolgung findet u.a. in Kanada, Österreich und der Türkei statt. Dieses ungleiche Verfolgungsmaß gefährdet den Erfolg der OECD-Antikorruptionskonvention.

Sebastian Wolf, Vorstandsmitglied von Transparency Deutschland: „Es ist unübersehbar, dass sich in den letzten Jahren in Deutschland in Sachen Korruptionsverfolgung einiges getan hat. Dass sich Deutschland damit allerdings in die Spitzengruppe emporarbeiten konnte, weist auf die nach wie vor großen Defizite weltweit hin.

Jetzt gilt es, die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern sich weiter für eine „sauberere“ Wirtschaft einzusetzen, denn Integrität ist die Basis für langfristigen, ökonomischen Erfolg.“ Defizite bestehen in Deutschland auf gesetzlicher Ebene. Seit zwanzig Monaten liegt ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Korruptionsbekämpfung (16/6558) im Bundestag und wird in dieser Legislaturperiode voraussichtlich nicht mehr beraten und verabschiedet, obwohl sich dringender Handlungsbedarf aus internationalen Konventionen ergibt (Vereinte Nationen, Europarat).

Im Transparency-Bericht wird das Ausmaß der Verfolgung von Auslandsbestechung in 36 der 38 OECD-Staaten untersucht. Basis ist das „OECD-Übereinkommen über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr“, das am 15.02.1999 in deutsches Recht umgesetzt wurde.

Cobus de Swardt, Geschäftsführer von Transparency International: „Als die OECD-Antikorruptionskonvention vor zehn Jahren in Kraft trat, war das ein wichtiger Schritt im weltweiten Kampf gegen Korruption. Die ‚reichen‘ Länder verpflichteten sich, ihre Hausaufgaben durch die Verfolgung der Angebotsseite der Korruption zu machen, um damit dem Kampf gegen Armut eine echte Erfolgschance zu geben. Die OECD muss die Umsetzung ihrer Antikorruptionskonvention in den einzelnen Staaten mit höchster Priorität vorantreiben, sonst könnte die fehlende Umsetzung vieler Länder andere Länder dazu verführen, ihre Pflichten zu vernachlässigen“.

Positiv wird im Bericht bewertet, dass Israel und Südafrika der Konvention beigetreten sind. Zukünftig sei es wichtig, China, Indien und Russland einzubinden, da es auch im Interesse dieser Länder ist, dass die Investitionen der in ihren Ländern ansässigen Unternehmen durch Antikorruptionsmaßnahmen geschützt werden.

Ergebnisse „Verfolgung der Auslandsbestechung“ im Überblick:

Aktive Verfolgung (4): Deutschland, Norwegen, Schweiz, USA

Mäßige Verfolgung (11): Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Niederlande, Schweden, Spanien, Südkorea

Kaum oder keine Verfolgung (21): Argentinien, Australien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Estland, Griechenland, Irland, Israel, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Österreich, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Südafrika, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

Quelle: Transparency Deutschland

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