Archiv der Kategorie: Niedersachsen

20 Jahre Mauerfall: Das „Grenzhus“ und die „Priesterkate“ erinnern an die innerdeutsche Grenze zwischen Elbe und Lübeck

von fotopresse-nord

Die „Pristerkate“ in Büchen stellt anlässlich des Falls der Mauer vor 20 Jahren einzigartige Zeitzeugen, historische Dokumente, Fotos und Uniformen aus. Das denkmalgeschützte sehenswerte Reetdachhaus steht nur wenige hundert Meter vom Radwanderweg am Elbe-Lübeck-Kanal entfernt.

Riss im Mauerwerk

Quelle: Fotopresse Nord – Willi Schewski

Die Sonderausstellung vom 24. September bis 1. November zeigt den Aufbau und die Entwicklung der Grenzanlagen, erläutert die Staatssicherheit und dokumentiert gelungene und gescheiterte Fluchtversuche. Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag sowie jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.
Weitere Infos: Priesterkate Büchen, Gudower Straße 1, 21514 Büchen-Dorf, Tel. 04155/6141

Weiter entlang der ehemaligen Grenze führt die Tour zum „Grenzhus“ in Schlagsdorf bei Ratzeburg. Hier bekommen die Besucher den Grenzabschnitt zwischen Ostsee und Elbe gleich von zwei Seiten – von Ost und West – gezeigt.

Je nach Herkunft erleben die Gäste das Außengelände mit nachgebauten DDR-Grenzsperranlagen der 80er Jahre – zunächst von der „eigenen“ und anschließend von der „anderen“, unbekannten Seite. Das mehr als 200 Jahre alte Gutshaus bietet zudem Ausstellungen zur Geschichte der innerdeutschen Teilung sowie Wanderungen im Biosphärenreservat Schaalsee. Besonders intensiv und lehrreich gestaltet sich der Besuch im „Grenzhus“ mit einer Führung durch einen Zeitzeugen.

Öffnungszeiten: Montags bis Freitags von 10 bis 16.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos: Grenzhus e.V., Neubauernweg, 19217 Schlagsdorf, Telefon 038875/20326, www.grenzhus.de Puppenstuben und Eisenbahnen aus DDR-Zeiten

Die Ausstellung „40 Jahre DDR-Spielzeug, 1949 bis 1989“ ist noch bis zum 4. Oktober im Geesthacht Museum zu sehen. Die einzigartige Privatsammlung zeigt über 400 Exponate. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 11 bis 17 Uhr,
Weitere Infos: Geesthacht Museum, Bergedorfer Straße 28, 21502 Geesthacht www.museum.geesthacht.de

Alle Informationen rund um Ausstellungen und Museen im Herzogtum Lauenburg sind beim Tourismus- und Naturzentrum „erlebnisreich“ erhältlich, Tel. 04542 / 85 68 60, E-Mail erlebnisreich@hlms.de und im Internet www.hlms.de

Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH
Carina Jahnke

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Urlaubs-Tipp mal anders: Bunker Eichenthal (Mecklenburg-Vorpommern)

Fotograf: Willi Schewski - www.fotopresse-nord.de

Fotograf: Willi Schewski - http://www.fotopresse-nord.de

1986 fertiggestellt wurde der zu DDR-Zeiten erbaute Bunker mit der politischen Wende kurz nach seiner Errichtung militärisch überflüssig.

Geflutet und versunken geriet er in Vergessenheit und tauchte im Jahr als „Geisterschiff der Bunkerwelten“ wieder auf.

Heute erleben Besucher hier durch eine simulierte Gefechtssituation das gewaltige Szenario des Atomkriegs. Sie riechen förmlich die Offiziere und Mannschaften, hören die Befehle und ein einsames Gebet.

Die letzten Sekunden werden angezählt. Diese Inszenierung versteht sich als militärhistorisches Mahnmal gegen das Wettrüsten und den Kalten Krieg.

Mit nachhaltiger Eindringlichkeit vermittelt dieser Bunker seinen Besuchern mehr als nur eine Ahnung vom Krieg – egal von wel-
chem! Der Bunker ist von März bis Oktober täglich von geöffnet und kann auch im Winter jeden Samstag und Sonntag
von besichtigt werden.

Bunker Eichenthal
Eichenthaler Weg 6, Lindholz OT
Eichenthal,
www.bunker-302.de

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Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt!

Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt

Quelle: TASH

Quelle: TASH

[Husum, 26. Juni 2009] Soeben gab die UNESCO im spanischen Sevilla bekannt, dass das niederländische und deutsche Wattenmeer in die Liste der Weltnaturerbestätten aufgenommen wurde. Das Wattenmeer ist damit die erste deutsche Naturlandschaft, die zum Welterbe der Menschheit erklärt wurde.

“ Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sind stolz darauf – sowohl als Bewohner dieser Region am Weltnaturerbe als auch als Gastgeber dieses einzigartigen Naturerlebnisraumes“, so Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS) in Husum.

„Als UNESCO-Weltnaturerbe spielen wir in einer Liga mit dem Grand Canyon oder dem Great Barrier Reef. Das birgt für uns Chancen, auch international eine hohe Aufmerksamkeit zu erreichen und viele Neugierige in die Welt des Wattenmeeres einzuladen.“

Die Annerkennung zum Weltnaturerbe ist die höchste Auszeichnung, die eine Naturlandschaft erlangen kann. Das Wattenmeer ist weltweit einzigartig: Hier wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Wenn sich die Nordsee zur Ebbe zurückzieht, können Urlauber mit qualifizierten Wattführern über den Meeresboden vom Festland zu Inseln und Halligen wandern und die einzigartige Welt der Meeresbewohner und der zahlreichen Wasservögel entdecken. Aus gebührender Entfernung können sogar Seehunde beobachtet werden, die sich auf einer Sandbank sonnen.

Voraussetzungen für die Aufnahme eines Gebietes in die Welterbeliste sind sein außergewöhnlicher universeller Wert, seine Unversehrtheit und dass der Schutz des Gebietes gewährleistet ist. Das Wattenmeer erfüllt sogar drei dieser Kriterien mit rund 10.000 Tier- und Pflanzenarten, die hier ihren Lebensraum haben. Jedes Jahr legen rund 10 bis 12 Millionen Vögel auf ihrer Durchreise von

den Brutgebieten in Sibirien, Skandinavien oder Kanada zu ihren Überwinterungsgebieten in Westeuropa und Afrika oder zurück eine Rast im Wattenmeer ein. Nur hier finden sie genug Nahrung, um die Tausende von Kilometern lange Reise machen zu können.
Auf einmalige Weise zeigt sich hier, wie Pflanzen und Tiere sich an die ständig wechselnde Landschaft zwischen Ebbe und Flut anpassen.

Das Wattenmeer ist eine sehr junge Landschaft mit Salzwiesen und Dünen, Wattflächen und Sänden, die durch Wind und Gezeiten ständig neu geformt wird. Trotz seines geringen Alters erzählt das Wattenmeer viel von der Erdgeschichte. Seine Entwicklung begann vor 10.000 bis 12.000 Jahren in der letzten Eiszeit und geht ständig weiter. Bis heute und manchmal innerhalb weniger Tage können Besucher im Wattenmeer selbst erleben, wie die natürliche Dynamik die Landschaft immer wieder neu gestaltet.

Als UNESCO-Welterbe werden einzigartige Naturphänomene und einzigartige menschliche Kulturleistungen ausgezeichnet, die von außergewöhnlicher Bedeutung sind und als Welterbe der gesamten Menschheit erhalten werden müssen. 1972 hat die UNESCO das Welterbeübereinkommen verabschiedet, in dem sich die Mitgliedstaaten verpflichten, das weltbedeutende Kultur- und Naturerbe innerhalb ihrer Grenzen zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten. Über 180 Länder haben dieses Übereinkommen inzwischen unterzeichnet, darunter die Niederlande und Deutschland.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Dr. Christian von Boetticher wird die Entscheidung der UNESCO am 27. Juni in einer kleinen Feierstunde vor Vertretern der Region und der Presse am Leuchtturm in Westerhever würdigen und bekannt geben.

Alle Informationen zum Urlaub am Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer gibt die Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Tel. 01805/066077 (0,14 € / Min. in Deutschland, Mobilfunknetze abweichend), info@nordseetourismus.de, www.nordseetourismus.de

Nordsee-Tourismus-Service GmbH
Constanze Höfinghoff

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