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Klaps auf den Popo: Schläge machen Kinder dumm

Schläge machen Kinder dumm

(miwa) – Eine amerikanische Studie beweist nun, wie schlimm ein Klaps auf den Popo tatsächlich ist: Kinder, die regelmäßig geschlagen werden, sind nachgewiesen dümmer als Gleichaltrige.

Foto Willi Schewski - Pressebüro Nord

Schläge hinterlassen sichtbare Spuren!
Fotograf: Willi Schewski

Wissenschaftler der Universität New Hamphire (USA) untersuchten und beobachteten vier Jahre lang 1.500 Kinder und deren Eltern.

Das erschreckende Ergebnis: In der Gruppe der Zwei- bis Vierjährigen hatten alle Kinder, die regelmäßig einen leichten Schlag auf den Po bekamen, einen um fünf Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten.
Und auch in der Gruppe der Fünf- bis Neunjährigen waren diejenigen Kinder um 2,8 Punkte dümmer, die von ihren Eltern geschlagen wurden.

Der Leiter der Studie, Professor Murray Straus, sagte zu „Bild“: „Nicht nur, dass Eltern ihre Kinder schlagen, sondern auch wie oft, hat einen Einfluss auf die Intelligenz des Kindes. Je öfter der Klaps auf den Po, desto langsamer ist die geistige Entwicklung des Kindes.“

Quelle:
http://portal.1und1.de/de/themen/gesundheit/kind/9012902-Auch-ein-Klaps-auf-den-Po-schadet-dem-Kind.html

Weitere Infos zum Thema:

Flugblatt und Bilder von Alice Miller
Klapse für Säuglinge
Einige Gedanken über die Folgen
Warum sind die angeblich harmlosen Klapse schädlich?

1.Sie bringen dem Kind Gewalt bei.
2.Sie zerstören beim Säugling und Kleinkind die unersetzbare Sicherheit, geliebt zu sein.
3.Sie erzeugen Ängste: Die Erwartung der nächsten Strafe.
4.Sie erhalten eine Lüge aufrecht, indem sie angeben, erzieherisch zu wirken, doch im Grunde strafen die Eltern nur, weil sie als Kinder selbst geschlagen wurden.
5.Sie provozieren Ärger und den Wunsch nach Rache, der zunächst unterdrückt wird, um viel später seinen destruktiven Ausdruck zu finden.
6.Sie programmieren das Kind, unlogische Argumente zu akzeptieren (wenn ich dir weh tue, geschieht es zu deinem Besten) und den Schmerz der Demütigung als nicht schmerzhaft zu registrieren.
7.Sie zerstören die Sensibilität und das Mitgefühl für andere und für sich selbst, und so entgeht ihnen die Möglichkeit, innerlich zu wachsen.

Welche Botschaften werden dem Kind durch Schläge vermittelt?

1.Daß ein Kind keinen Respekt vediene.
2.Daß das Quälen einen guten Sinn haben könne (was grundsätzlich falsch ist, denn die erfahrene Qual lehrt das Kind andere zu quälen).
3.Daß der eigene Schmerz nicht gefühlt werden dürfe (er muß ignoriert werden, was gefährlich für das Immunsystem ist).
4.Daß Gewalttätigkeit mit Liebe vereinbar sei (die Wurzel von Perversion).
5.Daß das Verleugnen von Gefühlen gesund sei (der Körper bezahlt den Preis für diesen Fehler oftmals viel später).

Wie wird unterdrückter Ärger üblicherweise ausgelebt?

In der Kindheit und Adoleszenz:
1.Durch Verspotten von Schwächeren.
2.Durch Angriffe auf Klassenkameraden.
3.Durch das Schikanieren von Lehrern.
4.Durch die Identifizierung mit gewalttätigen Helden im Fernsehen und in Videospielen (Kinder, die niemals geschlagen wurden, werden als Erwachsene keine gewalttätigen Filme produzieren).
Im Erwachsenenalter:
1.Durch das Weitergeben von Prügeln an die nächste Generation, das fälschlicherweise als effektives erzieherisches Mittel dringend empfohlen wird.
2.Durch die Weigerung, den Zusammenhang zwischen der früher erfahrenen Gewalt und der heutigen aktiv wiederholten Gewalt zu verstehen. Die Ignoranz der Gesellschaft trägt mit dazu bei.
3.Durch legale destruktive Aktivitäten.
4.Durch die Bereitschaft, jeder Autorität wie z.B. Hitler, Stalin, Mao und anderen, kritiklos und eifrig zu folgen, die an den Erziehungsstil der eigenen Eltern erinnert und Sündenböcke für die aufgestauten Emotionen anbietet.

Manche Eltern werden sich der Unterdrückung und der universellen Verleugnung des Kindheitsleidens bewusst. Sie realisieren, dass Gewalt von Eltern auf Kinder übertragen wird und möchten ihre Kinder nicht mehr schlagen. Viele haben damit Erfolg, sobald sie verstanden haben, dass die Gründe der „erzieherischen Gewalt in ihrer eigenen Geschichte verborgen blieben.

www.alice-miller.com
© 2008 Alice Miller

Links / Videos:

Lobby für Menschenrechte e.V
http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/

http://www.alice-miller.com/index_de.php
http://www.youtube.com/watch?v=cTcxb7zuV_0&feature=channel_page
http://www.youtube.com/watch?v=U420W5JLj9g&feature=channel_page
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperstrafe
http://www.liga-kind.de/fruehe/201_peschel1.php
http://www.traumaaufruf.de/

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Wer Gewalt säht: Unverarbeitet erlebte verbale Gewalt in der Kindheit kann lebenslange Folgen haben

Quelle: Willi Schewski - Fotopresse Nord

Quelle: Willi Schewski - Fotopresse Nord

Die Folgen verbal erlebter Gewalt in der Kindheit sind nicht selten verhehrend und können – solange sie nicht aufdeckend therapiert werden – lebenslang fortdauern. Die in den USA lebende und deutschstämmige Autorin Sieglinde Alexander beschäftigt sich auf ihrer Webseite EMaK ( http://www.emak.org/ ) über die Folgen von Misshandlungen in der Kindheit und bietet Erwachsenen Informationen. Sie stützt sich dabei auf Eigenerfahrungen sowie Fachbeiträge von Experten und Meldungen in den Medien. In ihrerm neuesten Artikel geht Frau Alexander auf die Folgen von erlebter verbaler Gewalt in der Kidheit ein. Sie schreibt:

„Verbal misshandelte Kinder werden oft zu wütenden, aggressiven und überkritischen Erwachsenen und zeigen asoziales Verhalten und Dissoziation. Verbal aggressiven Menschen mit cholerischen Tendenzen begegnen wir in allen Lebensbereichen, die wir intuitiv, aus einem Gefühl von eigener Erfahrung von Gewalt heraus, vermeiden.

Die ständige Anwesenheit von verbaler Gewalt in der Kindheit verhinderte, dass das Kind im kritischen Entwicklungsalter eine eigene Identität entwickeln konnte. Als Erwachsener verwendet er/sie zwangsläufig das in der Kindheit erlernte Muster als Lebensleitfaden.

Die Folgen verbaler Gewalt im Kindesalter zeigen sich sehr früh im Jugendstrafvollzug, in Psychiatrien, Drogenkliniken, Anlaufstellen gegen häusliche Gewalt, auf Schulhöfen und auf der Straße, in Leichenschauhäusern und anderswo.
Andere wiederum werden zu überangepassten Menschen, die es immer nur anderen recht machen wollen, in eine emotionale Abhängigkeit geraten und jede Kritik vermeiden.

lesen Sie bitte hier weiter

Links zum Thema:
Wenn Therapeuten versagen | Brief einer empörten Patientin
Leid der Heimkinder | Skulpturen gegen das Vergessen: Eckhardt Kowalke initiiert Ausstellung | Bundesweite Wanderausstellung geplant

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Eingeordnet unter Gewalt gegen Kinder

Wenn Therapeuten versagen | Brief einer empörten Patientin

Es kommt nicht selten vor, dass Psychotherapeuten in der Zusammenarbeit mit ihren Klienten bzw. Patienten versagen und Stütze und Parteiname zugunsten des Patienten und ehemaligen (Kindheits-)Opfers verweigern. In der Regel „stecken“ unbewußte Rachegelüste, Machtgehabe und pädagogische Zwänge und „Talente“ hinter dem Verhalten solcher alles andere als hilfreichen Therapeuten.

Es stellt sich die Frage, in wieweit die von den Krankenkassen zugelassenen Psychotherapeuten, die offenbar ihr eigenes Kindheitstrauma nicht oder nur unzureichend verarbeitet haben, geeignet sind, mit Patienten mit traumatischen Kindheitserlebnissen zusammenzuarbeiten. Welche Auswirkungen das Versagen von Therapeuten auf das Leben der ihnen anvertrauten Patienten haben kann, zeigt – exemplarisch – folgender Fall, den die Redaktion der Webseite der Organisation „EMAK“ entnahm. Hier ein Auszug aus dem Brief:

Brief an Therapeuten, Juni 2008
Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind Namen und einige wenige Details verändert.

Sehr geehrter Herr Dr. X.,
vor ca. sieben Jahren war ich ein paar Monate lang bei Ihnen zu einer Gesprächstherapie. Mein damaliger Hausarzt Dr. Y. hatte mir Ihre Adresse vermittelt. Da Sie sich vermutlich nicht mehr an mich erinnern können, skizziere ich kurz den Hintergrund.

Meine Eltern und meine Schwester hatten mich absichtlich nicht vom bevorstehenden Tod der Mutter informiert, und so erfuhr ich erst durch Dritte von ihrem Tod – schockartig, traumatisierend. Da das Verhältnis zu meiner Herkunftsfamilie ohnehin gestört und schwer belastet war und ich zum damaligen Zeitpunkt den Kontakt abgebrochen hatte, traf mich diese absichtliche Attacke umso mehr. Um diese traumatische Erfahrung zu bearbeiten und aufzulösen war ich zu Ihnen gekommen mit der Bitte um Hilfe und Begleitung.

Obwohl die Gesprächstherapie bei Ihnen keinerlei Veränderung oder gar Besserung brachte, wollte ich damals dennoch annehmen, Sie hätten letztendlich doch versucht, mir zu helfen.

Nun weiß ich, dass Sie mir sehr geschadet haben, und deshalb schreibe ich Ihnen heute diesen Brief. Ich will Sie nicht aus Ihrer Verantwortung entlassen, die Sie damals auf sich nahmen, als Sie mich zur Therapie angenommen hatten. Ich möchte, dass Sie wissen, dass ich Ihr aggressives Verhalten mir gegenüber durchaus als solches wahrgenommen hatte. Es hatte mich getroffen, verwirrt und verletzt, und ich bedauere, dass es mir damals aufgrund meiner Traumatisierung nicht möglich war, angemessen darauf zu reagieren: es zu artikulieren – und dann zu gehen, um mich vor Ihrem schädigenden Einfluss zu schützen.

Es ist eine Empörung in mir zurückgeblieben, der ich nun Ausdruck verleihen will und verleihen kann, um jene Opferrolle, in die Sie mich damals gedrängt hatten, ganz bewusst abzustreifen, hinter mir zu lassen, nämlich bei Ihnen, wo sie entstanden ist.

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