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Der Fall Polanski | Monika Gerstendörfer: „Opferfeindliche Berichterstattung“

 von fotopresse-nord

 In einer Mitteilung der Lobby für Menschenrechte spricht Monika Gerstendörfer zum Fall Polanski von einer „unsägliche, opferfeindlichen Berichterstattung“.

Quelle: www.fotopresse-nord.de

Monika Gerstendörfer berichtet von „zwei kurzen Interviews mit der Gewaltüberlebenden“. Aus diesen soll hervorgegangen sein, dass die Mutter von Samantha Gailey sie als 13jähriges Kind zu Polanski wg. Fotoaufnahmen gebracht haben soll. Monika Gerstendörfer: „Sie ließ das Kind dort; also allein!“

Gerstendörfer: „Allein das ist völlig verantwortungslos und ein Vertrauensmissbrauch, der unverzeihlich ist. Polanski hat sie dann mit Alkohol und Medikamenten abgefüllt, danach begann er mit der Betatscherei. Sie habe gesagt, er solle aufhören, doch er ignorierte das.“

Samantha Gailey hätte dem Interviewer gesagt, dass sie so viel Angst vor P. hatte, dass sie wie gelähmt war und nur noch daran dachte, diese Nacht zu überleben.

Monika Gerstendörfer: „das spricht Bände!“

Dieses Kind hätte ein mehrfaches Trauma erleben müssen, sagt Frau Gestendörfer. „Es tat mir in der Seele weh, diese Worte von ihr zu hören.“

Gestendörfer: „Und trotzdem stellen sich weiter Promis vor die Kamera – wie gestern der Schauspieler Claude Oliver Rudolph – und tun so, als sei der ´ganze Quatsch´ doch bitte endlich zu beenden; und zwar im Sinne des armen Polanski, der in seinem Leben schon so viel durchgemacht habe.

Es ist wahr, dass es Grausames erleben musste. Aber dann müsste gerade er wissen, wie entsetzlich sich gewalttätige Übermacht anfühlt und welche verheerenden Auswirkungen sie hat, fügt Gestendörfer hinzu.“

Der Fall Polanski würde Gestendörfer an die Zeit erinnern, wo sie den „Fall A. Türck vs. Katharina B.“ akribisch dokumentiert hätte und auch in ihrem Sachbuch beschrieb. Die Muster der Berichterstattung liefen immer gleich ab!

Gestendörfer: „Niemals zum Wohle der Opfer oder gar der gesellschaftlichen Aufklärung.“

Perfide wären, wie die Menschenrechtlerin schreibt, die Hinweise auf das Geld, die sog. Entschädigungszahlung durch Polanski.

„Entschädigung? Wofür? Sollen jetzt potenzielle Opfer darauf hoffen dass sie von einem reichen Promi sexualisiert misshandelt werden, damit sie `entschädigt` werden? Ja, das klingt zynisch, ich weiß. Und es ist zynisch!“, schreibt Gerstendörfer.

Ähnliches würde auch für Hinweise der Medien gelten, Polanski hätte (auch…) mit der damals 16jährigen Kinski ein Liebesverhältnis gehabt.

Gestendörfer: „Liebesverhältnis! Motto: Ist alles ganz normal mit diesen „Lolitas“. Hier wird durch den Hinweis auf die Kinski-Tochter das Verbrechen an der 13Jährigen sexualisiert und damit bagatellisiert. Ist das ekelhaft!“

Die Tatsache, dass durch eine solche Berichterstattung zahlreiche Gewaltüberlebende retraumatisiert werden würde, würde völlig ausgeblendet werden.

Die US-Schauspielerin Whoopi Goldberg hätte Frau Gestendürfer ein neues Unwort für ihre Liste beschert:

„Sie sagte, es sei keine `Vergewaltigung-Vergewaltigung´ gewesen; also keine `richtige´.

„Weitere unsägliche Berichte“ (im Sinne von Frau Gestendörfer):

ZDF-ASPEKTE: „Opfer und Täter bitten um Ruhe“:
http://aspekte.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7905719,00.html?dr=1

Roman Polanski: Nur ein bisschen vergewaltigt …

(…) Nur wenige Stunden nach der Festnahme des Regisseurs in Zürich hatte die Schauspielerin Whoopi Goldberg in der amerikanischen Morgen-Schnatter-Show „The View“ ihrem Publikum erklärt, Polanskis damals 13-jähriges Opfer sei gar nicht vergewaltigt worden: „Ich weiß, es war keine Vergewaltigung-Vergewaltigung“, sagte sie. „Es war etwas anderes, aber keine richtige Vergewaltigung.“
(…)
Hollywoods Filmschaffende – sowie Künstler und Künstlerähnliche aller Länder – haben sich in aufgeregten Petitionen auf Polanskis Seite geschlagen.In „Free Willy“-Manier prangen „Free Polanski“-Sticker an Star-Revers.

Ganzer Artikel (lesenswert!) hier:
http://www.stern.de/lifestyle/leute/roman-polanski-nur-ein-bisschen-vergewaltigt–1512094.html

+
SZ:
Auch hier wieder typisch: der Täter wird zum Opfer gemacht (antisemitische Ausfälle gegen ihn werden ins Feld geführt. Was kann sein Opfer dafür? Hier werden also zwei „Baustellen“ perfide vermischt) und natürlich die Tat bagatellisiert (die Rede ist von Verführung! In Wahrheit hat der Kerl das Kind erst mit Medikamenten und Alkohol geschädigt, um es dann zu vergewaltigen)
Hier mehr:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/73/489460/text/

+
„Wir müssen ihn beschützen“:

Der populäre linke Ex-Kulturminister Jack Lang erklärt sich im Fernsehen dagegen „empört“ über das Vorgehen der Justiz. Polanski habe sich für seine 32 Jahre zurückliegende Tat entschuldigt und das Opfer habe seine Anzeige zurückgezogen. „Roman Polanski darf nicht in die USA zurückkehren. Wir müssen ihn beschützen. Er wird in Europa bleiben, wenn jeder von uns kämpft, um ihn zu verteidigen.“
Quelle:
http://portal.1und1.de/de/themen/unterhaltung/klatsch-tratsch/9026356-Auch-Beifall-fuer-Roman-Polanskis-Festnahme.html

http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/

BuchTIPP – Ohne Respekt und Würde: sexualisierte Gewalt in Krieg und Frieden, im Internet und in der Familie – ihre mediale Darstellung und die Realität für die Opfer

Gerstendörfer, M., 2007, Der verlorene Kampf um die Wörter – Opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt. Ein Plädoyer für eine angemessenere Sprachführung, Junfermann Verlag, Paderborn. ISBN 3-87387-641-8. – weitere Infos

www.gerstendoerfer.de

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L’Affaire Polanski | Gegen den Regisseur formiert sich Widerstand

 Stern-Online:

Die Regierungen von Frankreich und Polen setzen sich auf offizieller Ebene zwar für die Freilassung des in der Schweiz festgenommenen Roman Polanski ein – in den Ländern formiert sich gegen diese Haltung jedoch Widerstand.

Immer mehr Menschen fordern, dem Regisseur keine privilegierte Behandlung zukommen zu lassen. Von Carsten Heidböhmer weiter

Der Fall Roman Polanski: Nur ein bisschen vergewaltigt …

Aufforderung zum Mitmachen: E-Petition „Traumaaufruf“

Der „Fall Roman Polanski“: Das Vernehmungsprotokoll des Opfers

Kommentar zum Fall Star-Regisseurs Roman Polanski

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Klaps auf den Popo: Schläge machen Kinder dumm

Schläge machen Kinder dumm

(miwa) – Eine amerikanische Studie beweist nun, wie schlimm ein Klaps auf den Popo tatsächlich ist: Kinder, die regelmäßig geschlagen werden, sind nachgewiesen dümmer als Gleichaltrige.

Foto Willi Schewski - Pressebüro Nord

Schläge hinterlassen sichtbare Spuren!
Fotograf: Willi Schewski

Wissenschaftler der Universität New Hamphire (USA) untersuchten und beobachteten vier Jahre lang 1.500 Kinder und deren Eltern.

Das erschreckende Ergebnis: In der Gruppe der Zwei- bis Vierjährigen hatten alle Kinder, die regelmäßig einen leichten Schlag auf den Po bekamen, einen um fünf Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten.
Und auch in der Gruppe der Fünf- bis Neunjährigen waren diejenigen Kinder um 2,8 Punkte dümmer, die von ihren Eltern geschlagen wurden.

Der Leiter der Studie, Professor Murray Straus, sagte zu „Bild“: „Nicht nur, dass Eltern ihre Kinder schlagen, sondern auch wie oft, hat einen Einfluss auf die Intelligenz des Kindes. Je öfter der Klaps auf den Po, desto langsamer ist die geistige Entwicklung des Kindes.“

Quelle:
http://portal.1und1.de/de/themen/gesundheit/kind/9012902-Auch-ein-Klaps-auf-den-Po-schadet-dem-Kind.html

Weitere Infos zum Thema:

Flugblatt und Bilder von Alice Miller
Klapse für Säuglinge
Einige Gedanken über die Folgen
Warum sind die angeblich harmlosen Klapse schädlich?

1.Sie bringen dem Kind Gewalt bei.
2.Sie zerstören beim Säugling und Kleinkind die unersetzbare Sicherheit, geliebt zu sein.
3.Sie erzeugen Ängste: Die Erwartung der nächsten Strafe.
4.Sie erhalten eine Lüge aufrecht, indem sie angeben, erzieherisch zu wirken, doch im Grunde strafen die Eltern nur, weil sie als Kinder selbst geschlagen wurden.
5.Sie provozieren Ärger und den Wunsch nach Rache, der zunächst unterdrückt wird, um viel später seinen destruktiven Ausdruck zu finden.
6.Sie programmieren das Kind, unlogische Argumente zu akzeptieren (wenn ich dir weh tue, geschieht es zu deinem Besten) und den Schmerz der Demütigung als nicht schmerzhaft zu registrieren.
7.Sie zerstören die Sensibilität und das Mitgefühl für andere und für sich selbst, und so entgeht ihnen die Möglichkeit, innerlich zu wachsen.

Welche Botschaften werden dem Kind durch Schläge vermittelt?

1.Daß ein Kind keinen Respekt vediene.
2.Daß das Quälen einen guten Sinn haben könne (was grundsätzlich falsch ist, denn die erfahrene Qual lehrt das Kind andere zu quälen).
3.Daß der eigene Schmerz nicht gefühlt werden dürfe (er muß ignoriert werden, was gefährlich für das Immunsystem ist).
4.Daß Gewalttätigkeit mit Liebe vereinbar sei (die Wurzel von Perversion).
5.Daß das Verleugnen von Gefühlen gesund sei (der Körper bezahlt den Preis für diesen Fehler oftmals viel später).

Wie wird unterdrückter Ärger üblicherweise ausgelebt?

In der Kindheit und Adoleszenz:
1.Durch Verspotten von Schwächeren.
2.Durch Angriffe auf Klassenkameraden.
3.Durch das Schikanieren von Lehrern.
4.Durch die Identifizierung mit gewalttätigen Helden im Fernsehen und in Videospielen (Kinder, die niemals geschlagen wurden, werden als Erwachsene keine gewalttätigen Filme produzieren).
Im Erwachsenenalter:
1.Durch das Weitergeben von Prügeln an die nächste Generation, das fälschlicherweise als effektives erzieherisches Mittel dringend empfohlen wird.
2.Durch die Weigerung, den Zusammenhang zwischen der früher erfahrenen Gewalt und der heutigen aktiv wiederholten Gewalt zu verstehen. Die Ignoranz der Gesellschaft trägt mit dazu bei.
3.Durch legale destruktive Aktivitäten.
4.Durch die Bereitschaft, jeder Autorität wie z.B. Hitler, Stalin, Mao und anderen, kritiklos und eifrig zu folgen, die an den Erziehungsstil der eigenen Eltern erinnert und Sündenböcke für die aufgestauten Emotionen anbietet.

Manche Eltern werden sich der Unterdrückung und der universellen Verleugnung des Kindheitsleidens bewusst. Sie realisieren, dass Gewalt von Eltern auf Kinder übertragen wird und möchten ihre Kinder nicht mehr schlagen. Viele haben damit Erfolg, sobald sie verstanden haben, dass die Gründe der „erzieherischen Gewalt in ihrer eigenen Geschichte verborgen blieben.

www.alice-miller.com
© 2008 Alice Miller

Links / Videos:

Lobby für Menschenrechte e.V
http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/

http://www.alice-miller.com/index_de.php
http://www.youtube.com/watch?v=cTcxb7zuV_0&feature=channel_page
http://www.youtube.com/watch?v=U420W5JLj9g&feature=channel_page
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperstrafe
http://www.liga-kind.de/fruehe/201_peschel1.php
http://www.traumaaufruf.de/

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Erschütternder Tatsachenbericht: „Ich mach‘ dich tot!“

Foto: Willi Schewski - www.fotopresse-nord.de

Foto: Willi Schewski - http://www.fotopresse-nord.de

Auszug aus der Webseite:

„Ich mach‘ dich tot!“ ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das zum ersten Mal im Alter von sechs Jahren mehrfach missbraucht wird. Der Täter stirbt einige Monate später, was dem Kind aber nur drei Jahre Ruhe beschert. Mit neun Jahren wird es erneut missbraucht, diesmal von einem nahen Verwandten.

Die Missbräuche bleiben nicht ohne Auswirkungen auf das weitere Leben des Kindes, der Jugendlichen und der erwachsenen Frau. Vierzig Jahre lang schweigt sie, dann kommt es zum physischen und psychischen Zusammenbruch, aus dem sie sich nur mühevoll und in kleinen Schritten wieder befreien kann. Jahrelange Therapien sind notwendig, um das Leben wieder lebenswert werden zu lassen.

Das kleine Buch soll Mut machen und aufzeigen, dass es Wege aus jeder noch so verfahrenen und unglücklichen Situation gibt. …“

hier zur Webseite der Autorin

Artikel zum Thema

„Big Willi Lollies“ | Offener Protestbrief der Lobby für Menschenrechte e.V. an die Firma TEDi GmbH & Co. KG, Dortmund

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„Erwachsen auf Probe“ | Die Lobby für Menschenrechte e.V. protestiert entschieden gegen das neue RTL-Format

Es verstößt gegen die Würde des Menschen (GG Artikel 1).
Kinder sind auch Menschen…

Sie dürfen nicht zu Versuchszwecken wie Ware gehandelt werden. Das ist Missbrauch.

Das Kita-Argument des Senders sticht nicht. Es ist Sarkasmus pur. Motto:

„Viele Eltern geben ihre Kleinkinder doch ohnehin in Kitas ab! Da werden sie ja genauso von den Eltern getrennt.“

Ein großer Unterschied ist jedoch dieser: das Motiv!

Eltern bringen ihre Kinder stundenweise in eine Kita, wo ausgebildete Betreuerinnen auf sie warten, um sie regelmäßig zu umsorgen und zu fördern. Eltern bringen ihre Kinder nicht zu Versuchszwecken in Kitas; also nicht deshalb, damit Minderjährige (die selbst Betreuung bräuchten) und Laien einige Tage an ihnen herumexperimentieren!

Auch der angeblich professionelle Betreuerstab von RTL ist kein Argument. RTL will hier Geld verdienen und sonst nichts!

Kinder sind jedoch keine Versuchskaninchen. Auch nicht für Teenager, denen durch das „Feldexperiment“ von RTL zudem ein Menschenbild vermittelt wird, das unsäglich ist. Kinder sind keine Puppen, sondern Menschen.

Kinder sind keine Frischfleischressource; kein „human factor“, der zur Belustigung oder anderen Zwecken herhalten muss, damit sich offensichtlich verhaltensgestörte Erwachsene an ihnen monetär und anderweitig bereichern.

Die Kinder unseres Planeten haben es nicht leicht. Sie werden auf vielfältigste Weise ausgebeutet. Seelisch und körperlich. Wir zeigen dabei immer gerne auf andere Länder. Kehren wir lieber vor der eigenen Haustüre!

Wenn man RTL das jetzt durchgehen lässt: was werden sie sich als nächstes Format ausdenken? Wie weit lassen wir solche Fernsehmacher noch gehen? Wo ist die Schwelle, an der wir laut STOPP! sagen?

Die Schwelle ist längst erreicht. Es muss endlich Schluss sein mit diesen menschenverachtenden Sendungen, die wie eine Gehirnwäsche wirken. Es ist keineswegs von ungefähr, dass die Empathiefähigkeit der Menschen immer weiter sinkt. Das ist ein Wechselwirkungsprozess, der schleichend und perfide seine Wirkung entfaltet. Nachhaltig!

Es gibt Kinder- und Jugendschutzgesetze in unserem Land. Sorgen wir dafür, dass sie eingehalten werden. Wenn Kinder tatsächlich unser „höchstes Gut“ sind, dann müssen wir sie auch entsprechend behandeln. Alles andere wäre pure Heuchelei.

Zum RTL-Format ist im Grunde nur eines zu sagen: Orwell war ein Optimist!

Quelle / Presse: http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/

Postfach 40 01 10
65708 Hofheim
Tel: 06122 – 530 329
Fax: 01212 – 666 291159
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wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Plicht!
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http://www.anti-kinderporno.de
http://www.opfernetz.de
http://aufwaerts.trotz-allem.net
http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de

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