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Sexuelle Gewalt | Nobert Denef: „Sollen Opfer schweigen?“ | Offener Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.

von fotopresse-nord

 Sexuelle Gewalt | Offener Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.

Foto: Norbert Denef

Norbert Denef, Opfer von sexueller Gewalt in der Kindheit, Autor, und bekannt in den Medien ( http://norbert.denef.com ), wendet sich in einem offenen Brief an die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V., (DPV) in Berlin. Hintergrund war die Weigerung der DPV, Denefs Petition („Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“) zu unterschreiben.

Denefs Petition wurde mittlerweile (04.12.2008) vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages abgelehnt (siehe: http://norbert.denef.com/petition_bundestag ). Daraufhin wandte er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und reichte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland ein. Denef sieht die Bundesrepublik Deutschland in ihrer Verpflichtung zur Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Den genauen Wortlaut der Beschwerde kann man unter folgenden Link einsehen: http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf

Norbert Denef erlaubt der Redaktion, den offenen Brief hier zu veröffentlichen:

Offener Brief an
Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.
Körnerstr. 11
D-10785 Berlin

Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29. Juli 2009 bat ich Sie um Hilfe, mich dabei zu unterstützen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird, s. unten *„Mein Hilferuf“.

Sie haben mir am 4. September 2009 mit nur einem Satz eine Absage erteilt:

„Bezug nehmend auf Ihre unten genannte Anfrage, werden wir als DPV e.V. diese Petition nicht unterzeichnen.“

Als Opfer sexualisierter Gewalt kann ich Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen, denn ich habe geglaubt, dass gerade Sie als Experten Interesse daran haben, das Schweigen zu brechen.

Die Psychoanalyse ist offensichtlich immer „noch“ kein Freund für Gewaltüberlebende. Im Gegenteil. Onkel Freuds Märchenkiste (Verführungstheorie, Ödipuskomplex u.v.m) schadet nach wie vor den Opfern!

Schweigende Therapeuten stärken die Täterlobby – eine Begründung Ihrer Absage würde zum besseren Verständnis beitragen und zudem von Respekt zeugen.

Warum stellen Sie sich nicht den Opfern von Gewalt zur Seite?

Freundliche Grüße

Norbert Denef

*Mein Hilferuf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht wollen Sie als psychoanalytische Vereinigung sich dafür einsetzen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird.

14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben. Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:

http://norbert.denef.com/2008/12/29/deutscher-bundestag-opfer-sollen-schweigen

Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Meine Geschichte ist eine von vielen.
Ich wurde sexuell missbraucht.
Ich habe geschwiegen aus Angst, Scham und Schuldgefühlen.
In der Bundesrepublik Deutschland verjähren sexualisierte Verbrechen.
Dadurch werden die Täter geschützt und die Opfer müssen schweigen.
Ich engagiere mich normalerweise nicht in der Politik,
deshalb brauche ich Ihre Hilfe!
Einige Unanständige machen Druck,
damit die Verjährungsfrist nicht abgeschafft wird.
Falls sie erfolgreich sind, müssen Opfer weiter schweigen.

Jetzt unterschreiben:

http://norbert.denef.com/petition

Bitte unterstützen Sie offiziell meine Beschwerde – Sie helfen damit auch anderen Opfern!

Weitere Informationen über Norbert Denef:
ALLES MUSS RAUS 1/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 2/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 3/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel
ALLES MUSS RAUS 4/4 | Theaterstück von Wolfgang Spielvogel

Offener Brief an den „Runden Tisch Heimerziehung in Berlin“. … mehr

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Vorteile des Bloggings | Ein weit verbreiteter Beschäftigungszweig

Blogging ist ein weit verbreiteter Beschäftigungszweig, indem man sich ein Blogger nennt und ein eigenes Blog betreibt.

Quelle: Fotopresse Nord – Willi Schewski

Für die Leserschaft hierzu eine kurze Erklärung. Ein Blog stellt ein redaktionell und manuell geführtes Onlinetagebuch dar, indem man zu vielen verschiedenen Themen schreiben, mit Hilfe von Kommentaren diskutieren kann und dem Leser oder dem Blogbesucher mit zahlreichen Tipps und Tricks aus der Internetwelt weiterhilft.

Deutschsprachige Blogosphere gerät oft in die Schlagzeilen anderer Medien, aber nicht oft positiv genug, so dass man als Blogger etwas davon hat.

Ein eigenes Blog zu gründen, stellt so gut wie kein unüberwindbares Problem dar und kann mithilfe diverser kostenlos verfügbarer Content Management Systeme wie WordPress oder Joomla sowie Serendipity realisiert werden. Vom grossen Vorteil wäre es, wenn man eine eigenständige und kurze Domain für das eigene Blog auswählt. Aber es gibt auch eine weitere Möglichkeit, die sowas wie das Bloggen bei einem kostenlosen Bloganbieter beinhaltet.

Es bedarf einer Zeit, bis man versteht, welche Vorteile sich hinter einem Blog verbergen und welches Potential dahintersteckt. Das Blogpotential kann nur nach zahlreichen Erfahrungen als Blogger oder bloggender Webmaster erkannt werden. Erst dann wird das eigene Blog zu einem Marketinginstrument, wenn man in die Richtung gehen möchte. Es kann auch im privaten Bereich bleiben, ohne den kommerziellen Hintergrund. Wie man sieht, gibt es zig verschiedene Wege und Richtungen, welche allesamt eine interessante Tätigkeit, nämlich das Blogging verbindet.

Veröffentlicht von: Alexander Liebrecht
Web: http://www.internetblogger.de
http://www.helloarticle.com/de/

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Die Kunst des Aufräumens | Frische Ideen im Kampf gegen den Schlendrian

Die Kunst des Aufräumens (Broschiert) von Thomas Ritter (Autor), Constanze Köpp (Autor)

Eine Rezension von: Willi Schewski – www.fotopresse-nord.de

Frische Ideen im Kampf gegen den Schlendrian

Das Buch liest sich interessant, und ist vom Aufbau her logisch gegliedert und eignet sich zum regelmäßigen Nachschlagen. Es enthält praktische Tipps und Übungen, für die man aber im Alltag etwas mehr Geduld und Liebe zum Detail braucht.

Echt bereichernd sind die Informationen über die Wirkung der drei Stimmungssäulen (Farben, Licht, Duft).

Schwierig dürfte die Umsetzung der Tipps für ungeduldige Leser sein, die die Infos sicher gerne etwas kürzer und zusammengefaßter gewünscht hätten.

Für diejenigen aber, die sich mit dem Thema der Kunst des Aufräumens mit Intensivität, Ruhe, Zeit und Verve beschäftigen, ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre.

Broschiert: 144 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb. (2. Mai 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349962513X
ISBN-13: 978-3499625138
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,2 cm

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